Ängstliche

Die Ängstlichen setzen beim Thema Gesundheit voll auf Arzt und Apotheker. Sie haben ein überdurchschnittliches Vertrauen in medizinischen Expertenrat und einen vergleichsweise großen Bedarf an Informationen zum Thema Gesundheit, die sie relativ einseitig primär über ihren Arzt und Apotheker beziehen. Wenn der Körper zwickt, suchen sie meist direkt den Arzt auf. Ihr Vertrauen gilt dabei der Schulmedizin, Heilpraktiker oder Homöopathen sowie Verfahren der Naturmedizin werden relativ deutlich abgelehnt.
Zu Vorsorgeuntersuchungen gehen die ängstlichen regelmäßig. Körperlichen Defiziten versuchen sie durch ärztlich empfohlene, prophylaktische Medikamente zu begegnen. Sport nutzen die &aungstlichen dagegen eher wenig zur Gesundheitsprophylaxe. Es verwundert daher nicht, dass der Anteil an Übergewichtigen in dieser Gruppe vergleichsweise hoch ist. Die Mehrheit der ängstlichen empfindet ihren Gesundheitszustand bestenfalls als zufrieden stellend. Chronische Erkrankungen finden sich in dieser Gruppe häufiger als in jeder anderen, der Medikamentenbedarf ist dementsprechend überdurchschnittlich. Selbstmedikation stehen die Ängstlichen sehr kritisch gegenüber, rezeptfreie Medikamente beziehen sie daher in der Regel nur auf Empfehlung des Arztes. Das Ausgabenvolumen in diesem Bereich ist überdurchschnittlich hoch, relativiert sich aber vor dem Hintergrund des ohnehin sehr hohen Bedarfs an Medikamenten dieser Gruppe.
Die Ängstlichen setzen grundsätzlich sehr auf Altbewährtes und Bekanntes. Rezeptfreie Medikamente beziehen sie ganz bevorzugt in der Apotheke, überdurchschnittlich oft sogar in der "Stammapotheke". Andere Vertriebswege spielen eine völlig untergeordnete Rolle. Auch die stark ausgeprägte Markentreue der Ängstlichen unterstreicht deren mangelnde Bereitschaft im Gesundheitsbereich von Bewährtem abzuweichen. Generika wird mit Skepsis begegnet, deren Verträglichkeit und Wirksamkeit angezweifelt.
Die Ängstlichen sind gleichmäßig über die Geschlechter verteilt. Bildungsniveau und Nettoeinkommen dieser Gruppe sind unterdurchschnittlich.
      
 


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